Lebenswertes menschliches Dasein ist untrennbar mit gesunden Ökosystemen verwoben – das hat nicht zuletzt die Covid-19-Pandemie drastisch gezeigt. Ökosysteme und Biodiversität unterliegen jedoch weltweit einem erheblichen gesellschaftlichen Veränderungsdruck und stehen vor kritischen Kipppunkten: Ökosysteme und ihre Leistungen sind degradiert. Mehr als eine Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Wesentliche nicht-erneuerbare natürliche Ressourcen sind übernutzt, und verschiedenste Umweltrisiken bedrohen die Lebensgrundlagen großer Bevölkerungsteile. Ein transformativer Wandel erscheint dringlicher denn je.

Dies gilt insbesondere mit Blick auf die räumliche Entwicklung. Denn in Landschaften, Regionen, Städten und Quartieren wird die Beziehung zwischen Mensch und Natur ganz unmittelbar verhandelt und gestaltet. Was muss also in der räumlichen Entwicklung getan werden, damit der Mensch wie erforderlich binnen 10 bis 20 Jahren dauerhaft im Einklang mit der Natur leben kann? Wie könnten neue Partnerschaften von Mensch und Natur sowie resonante Mensch-Natur-Beziehungen auf unterschiedlichen räumlichen Maßstabsebenen gestaltet werden?  

Hier setzt die IÖR-Tagung 2024 an und fragt auch mit Blick auf den UN Summit of the Future 2024 nach raumbezogenen Mitteln und Wegen, um die Ablösung destruktiver Lebens- und Wirtschaftsweisen durch nachhaltige erheblich zu beschleunigen. Im Mittelpunkt stehen daher Perspektiven und Ansätze, die transformativen Wandel ermöglichen und forcieren können, zum Beispiel:

  • Positive Visionen eines guten Lebens, die individuelle und kollektive Akteur*innen der Raumentwicklung inspirieren und motivieren
  • Strategien und Instrumente transformativer Governance, Planung, Innovation und Revitalisierung
  • Komplexe datenbasierte Analysen, Indikatoren, Modelle und Simulationen
  • Zirkularität und Resilienz im Bauen und in der Siedlungsentwicklung
  • Regeneration von Ökosystemen und biologischer Vielfalt sowie natur-basierte Lösungen

Link zu den ausführlichen Beschreibungen der Themen-Tracks (in Englisch)

Diesem drängenden Bedarf nach sozial-ökologisch-technischem System-, Ziel- und Transformationswissen zur räumlichen Entwicklung wollen wir uns am 26. und 27. September auf der IÖR-Tagung 2024 widmen. Es erwarten Sie ausgewählte Beiträge von internationalen und nationalen Gästen und Akteur*innen sowie aus allen Forschungsbereichen des IÖR. Expert*innen und Akteur*innen sowie aus allen Forschungsbereichen des IÖR.
Als Teil der Konferenz veranstaltet die Dresden Leibniz Graduate School (DLGS) am 25. September ihre internationale Summer School für Promovierende zum gleichen übergreifenden Thema.


Einreichungen für die IÖR-Tagung 2024

Sie sind herzlich eingeladen, sich mit eigenen Arbeiten und Ideen aktiv in die Diskussion während der Tagung (auf Englisch oder Deutsch) sowie der DLGS Summer School (auf Englisch) einzubringen.

Die Einreichung von Abstracts und Beiträgen ist in verschiedenen Formaten (z. B. Präsentation, Kurzvortrag oder Dialog-Session) möglich. Diese Formate ermöglichen es Ihnen, einzeln oder im Team mit Ihren Partner*innen Beiträge einzureichen und bieten eine Vielzahl von Interaktionsformen auf der Konferenz.

Wir freuen uns über Beiträge aus einem breiten Spektrum relevanter Bereiche und von Akteur*innen aus Wissenschaft und Praxis.

Frist für Einreichungen: 2. April 2024
Zur Einreichung per Online-Formular.


Einreichungen für die DLGS Summer School als Teil der IÖR-Tagung 2024

Promovierende sind eingeladen, Präsentationen für die DLGS Summer School am 25. September 2024 einzureichen. Um Ihre Abstracts einzusenden, wählen Sie bitte im Online-Formular das Format "Summer School presentation". Frist für Einreichungen ist ebenfalls der 2. April 2024.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und auf anregende Diskussion mit Ihnen.